Adidas stellt US-Sportschuhmarke Reebok zum Verkauf

Der Sportartikelhersteller Adidas AG stellt seine US-Marke Reebok zum Verkauf. Das ist das Ergebnis einer strategischen Überprüfung, die das Herzogenauracher Unternehmen im Dezember angestoßen hatte.

Die Trennung kommt 15 Jahre nach der Übernahme für 3,8 Milliarden Dollar (3,2 Milliarden Euro), die Adidas nicht nur Freude gemacht hat. Reebok wurde unter Kasper Rorsted 2018 wieder profitabel und zeigte 2019 ein mäßiges Umsatzwachstum von 2%. Bloomberg berichtete letzten Oktober bereits über die Trennungspläne.

“Nach sorgfältiger Abwägung sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Reebok und Adidas ihr Wachstumspotenzial unabhängig voneinander deutlich besser ausschöpfen können”, sagte Rorsted in einer Mitteilung.

Reebok dürfte bei Finanzinvestoren ebenso auf Interesse stoßen wie bei Strategen, vor allem in Asien, sagten mit der Transaktion vertraute Personen Ende letzten Jahres. Das Manager-Magazin hatte berichtet, Rorsted habe ursprünglich auf einen Verkaufserlös von 2 Milliarden Euro gehofft, würde sich nun aber auch mit weniger zufrieden geben.

Die Entscheidung für den Verkauf der Marke ist Teil eines neuen Fünf-Jahr-Plans, den Adidas am 10. März präsentieren will. Reebok wird in den Ergebnissen ab dem 1. Quartal als aufgegebener Geschäftsbereich geführt werden.

©2021 Bloomberg L.P.

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